Wechselmodell und Veröffentlichungen

Erziehung im Wechselmodell – Trennungskinder und gelungene Erziehungspartnerschaft

Gegenseitige Einflussnahme der Eltern auf die Erziehung der Kinder als Kriterium gelingender Erziehungspartnerschaft

Eine Theoretische und empirische Untersuchung
Danielle Gebur

Erziehung im Wechselmodell

 

Prof. Dr. Hermann Staats: „Mit diesem Buch legt Frau Gebur eine theoretische und empirische Arbeit zu einem häufigen, konflikthaften, praxisrelevanten und bisher wenig beforschten Thema vor: Die empirische Untersuchung eines Betreuungmodells nach Trennung der Eltern ist für Patchworkfamilien, für Sozialarbeiter, Pädagogen, Familienberater und für Juristen und Psychologen von großem Wert. Das Buch verbindet die Darstellung des Wechselmodells – Kinder leben zu etwa gleichen Teilen bei ihren getrennt lebenden Eltern, also im Wechsel in zwei unterschiedlichen Familien – mit einer empirischen Untersuchung, in der sie 10 Interviews vorstellt und methodisch anspruchsvoll auswertet. Die unterschiedliche Sicht von Eltern – ehemaligen Partnern – kommt dabei auf eine höchst anregende Weise zum Tragen und regt die Leser zu eigenen Überlegungen an.

Dieses Buch zielt darauf ab, Auswirkungen des Wechselmodells deutlich zu machen und aus Sicht der Eltern Chancen und Risiken dieser Lebensform ausfindig zu machen. Es zeigt Strategien auf, mit denen es Eltern gelingen kann, ihre Ex-Partner als Teil des eigenen Lebens anzunehmen und zu akzeptieren. Die Argumentation ist klar, anregend und erfolgt aus unterschiedlichen Perspektiven; sie berücksichtigt gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen der Rechtsprechung und des öffentlichen Diskurses. Die Frage, ob dieses Modell auch oder gerade in hochstrittigen Familiensituationen geeignet ist, wird mit einem Überblick über die – zu unterschiedlichen Ergebnissen kommenden – Untersuchungen und mit Überlegungen zur Generalisierbarkeit von Aussagen beantwortet.

Die Interviews mit Eltern, die Erfahrungen mit dem Wechselmodell haben, können ausgewertet und im Original gelesen werden. Leser können an dieser reichhaltigen Fundgrube den Auswertungen der Autorin folgen aber auch – mit ihren ganz unterschiedlichen Interessen – zu eigenen Schlussbildungen kommen. Die Interviews zeigen eine hohe Zufriedenheit der Betroffenen mit dem Wechselmodell – auch dann, wenn gerichtliche Auseinandersetzungen vorliegen und angegeben wird, Konflikte mit dem Partner nicht lösen zu können. Praktisch nutzbare Überlegungen zur Gestaltung des Wechselmodells werden ebenso deutlich wie die mit einem solchen Modell verbundenen inneren Konflikte. Für konflikthafte und widersprüchliche Positionen der Eltern, wie sie nach Trennungen im Umgehen mit gemeinsamen Kindern fast regelhaft auftreten, scheint das Wechselmodell einen geeigneten Rahmen zu bieten. Eindrucksvoll ist auch, wie selten in den Interviews von den Interessen des Kindes die Rede war – die Partner beschreiben ihre Erfahrungen mit dem Wechselmodellüberwiegend aus der eigenen Perspektive und in Hinsicht auf den Nutzen für sich – der, so wird herausgearbeitet, über eine größere Zufriedenheit der Eltern auch zum Wohl des Kindes beitragen kann. Das Buch benennt offene Fragen und regt zu weiteren Forschungen an.

Potsdam, im September 2014 Prof. Dr. med. Hermann Staats

Professor für psychoanalytisch orientierte Entwicklungspsychologie

ab sofort im Tectum Verlag
ISBN 978-3-8288-3450-7
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Erziehung, gerecht geteilt

Ein Artikel in der PNN vom 09.04.2015 von Sarah Kugler
Für ihre Arbeit über die wechselseitige Kinderbetreuung bei getrennt lebenden Eltern erhielt Danielle Gebur den FH-Preis. Inzwischen betreibt sie eine Beratungsstelle für Familien in Potsdam

Babelsberg – An den Wänden hängen bunte Bilder mit harmonischen Farbübergängen, eine gemütliche Sesselecke lädt zum Sitzen ein, durch die Fenster scheint die Sonne. Das Büro von Danielle Gebur strahlt vor allem eins aus: Vertrauen. Und das sollte es auch, schließlich möchte sie in ihrer noch relativ frisch gegründeten „Familienhilfe Potsdam“ mit Menschen ins Gespräch kommen, sie verstehen und ihnen helfen, Lösungen für vorhandene Probleme zu finden.

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Ein Artikel in der Huffingtonpost vom 25. März 2015

Wie Mutter und Vater auch bei Scheidungen für ihre Kinder da sein können

Mit den Worten „… was übrig bleibt ist Zwischenmenschlichkeit. Auch wenn alles andere zerstört ist. Die Solidarität bleibt doch. Und ich will da einfach auch nicht akzeptieren, dass so eine zwischenmenschliche Ebene ganz zerstört ist. Also, wir küssen dieselben Kinder und wir küssen doch dieselben Münder“ beendete ein Vater sein Interview in „Erziehung im Wechselmodell – Trennungskinder und gelungene Erziehungspartnerschaft“.

 

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In der Events erschien im Februar 2015 ein Artikel über die Familienhilfe Potsdam.

Eine Woche Mama und eine Woche Papa

Erziehung im Wechselmodell – Unterstützung durch Familienhilfe

Weitere Informationen und der Link zu events gibt es hier … [weiter]